Diese Wanderreise auf dem Jakobsweg von Ponferrada nach Santiago ist ideal für alle, die mehr als nur die klassischen letzten 100 Kilometer laufen möchten, aber dennoch nur über einen überschaubaren Zeitraum verfügen.
Sie starten in Ponferrada, der „Templerstadt“ mit ihrer beeindruckenden Burg, und wandern in knapp 2 Wochen auf dem Camino Francés durch die sanfte Landschaft des Bierzo hinauf ins magische O Cebreiro. Von diesem symbolträchtigen Eingangstor nach Galicien aus nähern Sie sich dann in großen Schritten dem Pilgerziel – Santiago de Compostela.
Preise inkl. Gepäcktransport ab 980,00 € pro Person im DZ / ab 1730,00 € pro Person im EZ
Individuelles Angebot anfordernReiseverlauf
Anreise nach Ponferrada in Eigenregie. Fliegen Sie zum Beispiel nach Madrid, von wo aus eine regelmäßige Busverbindung nach Ponferrada besteht. (Flug, Zug- oder Busfahrt nicht im Reisepreis inklusive).
Ponferrada liegt in der Provinz León und ist die Hauptstadt der Region El Bierzo. Obwohl es Spuren aus der Römerzeit gibt, erlebte die Stadt ihren wahren Aufschwung ab dem 9. Jahrhundert durch die Pilgerfahrten nach Santiago de Compostela. Im historischen Zentrum sticht besonders die von den Tempelrittern gegründete Burg hervor. Die gesamte Region ist bekannt für ihre reiche Gastronomie, mit typischen Gerichten wie dem Botillo und vor allem für ihre Weine mit eigener Herkunftsbezeichnung. Übernachtung in Ponferrada.
Die erste Etappe Ihrer Wanderreise auf dem Jakobsweg verläuft mitten durch die Region El Bierzo auf sehr bequemen Wegen ohne nennenswerte Höhenunterschiede. Landschaften mit Feldern und Weinbergen dominieren. In Villafranca del Bierzo können Sie die Kirche Santiago besuchen, die vor allem durch die Puerta del Perdón (Pforte der Vergebung) bekannt ist. Diese wird – genau wie die Puerta Santa der Kathedrale von Santiago – nur in Heiligen Jakobsjahren geöffnet. Übernachtung in Villafranca del Bierzo.
Diese vergleichsweise ebene Etappe lädt dazu ein, Kräfte zu sammeln und mit guter Stimmung in den nächsten Tag zu starten. Der Weg folgt der alten N-VI und verläuft entlang des malerischen Flusses Valcarce.
Hartgesottene können auf diesem Abschnitt alternativ den sogenannten "Camino Duro" wählen – eine anspruchsvollere Variante mit steileren Anstiegen und herausforderndem Gelände. Wer sich dieser Route stellt, wird mit spektakulären Landschaften und einer intensiveren Pilgererfahrung belohnt. Für Pilger, die eine entspanntere Wanderung bevorzugen, ist die alternative Route entlang der alten N-VI und des Flusses Valcarce empfehlenswert. Übernachtung in Vega de Valcarce.
Dieser Abschnitt des Camino Francés führt hinauf nach O Cebreiro, einem der bekanntesten und symbolträchtigsten Orte des ganzen Jakobsweges. Auf rund 1.300 Metern Höhe markiert das Dorf den eindrucksvollen Eingang nach Galicien. Viele Pilger betrachten diesen Abschnitt als den schönsten – und nach der Ankunft in Santiago vielleicht sogar als den emotionalsten – des gesamten Jakobswegs.
Mit knapp 700 Höhenmetern, vor allem auf der gefürchteten Steigung von La Faba, verlangt der Tag Ausdauer und Kraft. Doch die Anstrengung wird belohnt: O Cebreiro ist ein zauberhaftes Bergdorf mit tief verwurzelter Jakobsweg-Tradition und hohem kulturellem Wert. Hier können Sie die charakteristischen, strohgedeckten keltischen Rundhäuser (Pallozas) bewundern, die noch heute an die vorromanische Vergangenheit der Region erinnern. Übernachtung in O Cebreiro.
Kräftige Anstiege und anspruchsvolle Abstiege dominieren die Tagesetappe – genau das, was das galicische Bergland so einzigartig macht. Zuerst geht es hinauf zum Alto de San Roque, wo die berühmte Pilgerstatue steht: mit wehendem Umhang und dem Blick in den Wind gerichtet, als wollte sie allen Mut zusprechen, die noch weiter müssen.
Danach folgt der Aufstieg zum Alto do Poio (1.337 m), der höchsten Stelle des Camino Francés in Galicien und eine der härtesten Prüfungen seit dem Eintritt in die Region. Die Strecke ist zwar nicht besonders lang, doch das ständige Auf und Ab fordert Körper und Willen gleichermaßen heraus – viele zählen sie zu den körperlich anstrengendsten Tagen des gesamten Weges.
Nach dem Alto do Poio beginnt endlich der Abstieg nach Triacastela. Dort können Sie neue Kräfte tanken und sich auf die kommenden Etappen vorbereiten. Übernachtung in Triacastela.
Die heutige Etappe ist ruhig und ein wahres Geschenk für Augen und Seele. Auf dem Weg nach San Xil führt der Pfad meist sanft dahin – perfekt, um entspannt zu wandern und die Landschaft zu genießen. Dabei durchquert man das liebliche Tal von San Xil.
Wer Zeit und Lust auf ein besonderes kulturelles Highlight hat, sollte die wunderschöne Variante über das Kloster Samos wählen. Sie ist zwar etwas länger, lohnt aber jederzeit: Das Benediktinerkloster von Samos, eines der ältesten und größten Spaniens, beeindruckt mit seiner bewegenden Geschichte, tiefer Spiritualität und faszinierenden Architektur aus verschiedenen Epochen.
Ganz gleich, für welche Route man sich entscheidet – der Tag endet in Sarria. Von hier aus starten die meisten Pilger, die nur die letzten rund 100 km bis Santiago laufen wollen, um die offizielle Compostela zu erhalten. Ab jetzt wird es spürbar voller auf dem Weg! Übernachtung in Sarria.
Der Weg führt weiter durch eine sanft gewellte, fast meditativ ruhige Landschaft: stille Täler, waldige Hügel und saftig grüne Wiesen. Dazwischen liegen kleine galicische Weiler wie Barbadelo, Mouzós und Ferreiros – Orte, in denen die Uhren langsamer zu ticken scheinen und das traditionelle Landleben noch spürbar ist.
Ein besonderer Moment: der Mojón der genau 100 Kilometer bis zur Kathedrale von Santiago markiert. Für viele Pilger ist das ein emotionaler Meilenstein – ab hier reicht die Strecke offiziell für die Compostela.
In Portomarín überquert der Jakobsweg den breiten Río Miño. Eine steile Steintreppe führt hinauf ins Ortszentrum, das von der mächtigen romanischen Kirche San Nicolás überragt wird.
Die heutige Stadt ist erst in den 1960er-Jahren entstanden. Das ursprüngliche Portomarín versank im Stausee von Belesar. Die wichtigsten Gebäude – allen voran die Festungskirche San Nicolás, die einst den Templern gehörte – wurden Stein für Stein abgetragen und oberhalb des neuen Stausees originalgetreu wieder aufgebaut. So wurde Portomarín zum vielleicht eindrucksvollsten Beispiel für Erhaltung und Neubeginn am Camino. Übernachtung in Portomarín.
Der Tag beginnt mit einem sanften, aber stetigen Anstieg zur Serra de Ligonde, wo wir auf rund 725 Metern einen der höchsten Punkte der Etappe erreichen. Die sattgrüne, fast üppige Landschaft Galiciens bleibt unser ständiger Begleiter, auch wenn nun immer öfter kurze Asphaltstücke die ursprünglichen Naturwege ablösen.
Besonders schön sind hier die ersten echten galicischen Cruceiros: diese filigran gearbeiteten Steinkreuze, die seit dem Mittelalter an Kreuzungen, auf Hügeln oder an markanten Stellen stehen. Sie sind weit mehr als Wegmarkierungen – sie sind Schutz- und Segenszeichen, stumme Wächter und Zeugen jahrhundertelanger Pilgerschaft.
Zwischen Eukalyptuswäldern und kleinen Wiesen passieren wir die verträumten Dörfer Castromaior, Ventas de Narón und Ligonde – Orte, in denen das galicische Landleben noch ganz ursprünglich pulsiert. Übernachtung in Palas de Rei.
Sie starten am Campo dos Romeiros, einem traditionsreichen Platz, an dem sich seit Jahrhunderten Pilger sammeln und verabschieden, und wandern dann weiter Richtung Leboreiro. Die Strecke führt entspannt durch kühle, dichte Wälder.
Nach der Überquerung einer malerischen mittelalterlichen Brücke erreichen Sie Melide. Die Stadt ist nicht nur ein historischer Knotenpunkt des Jakobswegs, sondern gilt vielen als das kulinarische Herz des Camino Francés. Wer hier vorbeikommt, sollte unbedingt Pulpo á feira probieren: zarten Oktopus, galicisch perfekt zubereitet – geschnitten, mit bestem Olivenöl beträufelt, grobem Meersalz und edelsüßem Pimentón bestreut. Ein Genuss, der nach all den Kilometern wie eine kleine Belohnung schmeckt! Übernachtung in Melide.
Diese Etappe ist angenehm kurz, sodass Sie Zeit haben, die Stimmung aufzusaugen und die kleinen Perlen am Wegesrand zu genießen, etwa das ruhige Boente oder das verträumte Castañeda mit seinen alten Steinhäusern.
Ziel des Tages ist Arzúa, eine lebendige kleine Stadt, die vor allem für eines berühmt ist: ihren herrlichen Käse. Der Queixo de Arzúa-Ulloa, cremig-mild und mit geschützter Herkunftsbezeichnung, ist hier allgegenwärtig. Ob pur, auf frischem Brot oder leicht erwärmt – ein Stück davon schmeckt nach all den Kilometern wie die perfekte Belohnung und gibt neue Kraft für die letzten Schritte nach Santiago. Übernachtung in Arzúa.
Diese wunderbar entspannte Etappe ist wie ein Geschenk: sie lädt dazu ein, in Ruhe alles sacken zu lassen, die vielen Kilometer, Begegnungen und Momente noch einmal Revue passieren zu lassen und sich langsam auf die Ankunft vorzubereiten.
Es sind nur noch wenige Schritte bis Santiago de Compostela. Genießen Sie diesen Tag ganz bewusst – er gehört Ihnen, Ihren Erinnerungen und der stillen Vorfreude darauf, morgen voller Glück und vielleicht mit ein paar Tränen in den Augen vor der Kathedrale zu stehen. Buen Camino! Übernachtung in O Pedrouzo.
Die letzte Etappe ist etwas ganz Besonderes – sie führt Sie Schritt für Schritt ins Herz des Jakobsweges.
Gleich zu Beginn überqueren Sie den Río Lavacolla, jenen Fluss, an dem sich die mittelalterlichen Pilger traditionell wuschen, um körperlich und geistig gereinigt vor den Apostel Jakobus zu treten. Kurz darauf steigen Sie hinauf zum Monte do Gozo, dem „Berg der Freude“. Von seinem Gipfel aus erblicken Sie zum ersten Mal die Türme der Kathedrale von Santiago – ein Moment, der vielen Pilgern Tränen in die Augen treibt und das Herz schneller schlagen lässt.
Doch nichts übertrifft das überwältigende Glücksgefühl, wenn Sie schließlich durch die Gassen der Altstadt ziehen und auf den Plaza del Obradoiro treten: die mächtige Kathedrale vor Ihnen, das Stimmengewirr der anderen Pilger, die Mischung aus Erschöpfung, Stolz und tiefer Dankbarkeit. Hier sind Sie angekommen – nach Hunderten von Kilometern, nach Sonne, Regen, Blasen und unvergesslichen Begegnungen.
Schlendern Sie danach durch die verwinkelten Gassen der Altstadt und belohnen Sie sich mit einem Stück Tarta de Santiago – dem herrlich mandeligen Kuchen mit dem Jakobskreuz aus Puderzucker, der hier einfach dazugehört.
Wenn Sie früh in O Pedrouzo starten, können Sie vielleicht noch die berühmte Pilgermesse um 12:00 Uhr in der Kathedrale erreichen (alternativ gibt es auch um 19:30 Uhr eine Abendmesse). Das Räucherfass (Botafumeiro) fliegt allerdings nur an bestimmten Festtagen oder wenn eine Gruppe es sponsert – aber allein die Atmosphäre ist unvergesslich.
Gehen Sie danach direkt ins Pilgerbüro, um Ihren gestempelten Pilgerpass vorzuzeigen. Dort erhalten Sie die Compostela – die offizielle lateinische Urkunde, die Ihre Pilgerschaft bescheinigt (und bei mehr als 100 km zu Fuß oder 200 km mit dem Rad/Fahrrad/Pferd ausgestellt wird).
Nehmen Sie sich am Nachmittag Zeit für die Kathedrale: die Umarmung des Apostels, den Besuch der Krypta und einfach das Staunen über dieses gewaltige Bauwerk.
Übernachtung in Santiago.
Ende unserer Leistungen nach dem Frühstück und Check-out aus dem Hotel. Sollten Sie den Aufenthalt in Santiago verlängern wollen, so erstellen wir gerne ein Angebot für Zusatzübernachtungen.
Falls Sie noch mehr Wanderlust verspüren, so empfehlen wir eine Fortsetzung der Wanderung in Richtung Finisterre und den Beginn der Zusatzetappe Jakobsweg von Santiago nach Finisterre und Muxía.






